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City Guide Berlin

Ende Juni war ich mit meinem Freund in Berlin. Das letzte Mal als ich in Berlin war, war ich in der 10. Klasse auf Studienreise. Das heißt viel laufen, viel geschichtliche Dinge sehen, einen Lehrer, der nicht mehr aufhört zu erzählen und um 21 Uhr war Nachtruhe. Jap, gääähn!

Dementsprechend hatte ich keine so tolle Erinnerung an Berlin. Aber da mein Freund mehr von der Stadt überzeugt ist, als ich, hat er mir diesen Städtetrip zum Geburtstag geschenkt. Ich gab also Berlin noch einmal eine Chance.

Hin- & Rückfahrt

Wir sind mit dem Flixtrain nach Berlin und wieder zurückgefahren, da dies die günstigste Alternative war. Ich bin davor nur ein einziges Mal mit dem Flixtrain gefahren und noch nie so lange. Aber tatsächlich wurde ich positiv überrascht. Die Züge hatten angenehme große Sitze, Steckdosen, WLAN und in den einzelnen Abteilen sogar Klimaanlagen, die man selbst regulieren konnte. Ich empfand unsere An- und Rückreise also als sehr angenehm.

Unterkunft

Da die Familie meines Freunds dort ein AirBnB hat, durften wir dort unterkommen. Das AirBnB liegt im Stadtteilt Moabit, wodurch alles Sehenswerte ca. 15 bis 20 Minuten Bus- oder Bahnfahrt entfernt war. In der Umgebung gab es auch ein paar Spätis, Bars und einen größeren Supermarkt, der mit ein paar Minuten Fußweg erreichbar war.

Öffentliche Verkehrsmittel

Die Zeit über haben wir uns für die öffentlichen Verkehrsmittel Tagestickets an den Automaten an den Bahnhaltestellen für zwei Zonen A und B zum Preis von 7 € gekauft. Wir wollten uns nicht von langen Fußwegen einschränken lassen, Dinge anzuschauen. Außerdem waren an diesem Wochenende sehr hohe Temperaturen angekündigt.

Daneben ist uns aufgefallen, dass in Berlin das Konzept des Citybikes und der E-Scooter sehr verbreitet ist. An fast jeder Ecke fanden wir ein Fahrrad oder einen Roller. Wir hatten uns ernsthaft überlegt, solche Roller auszuprobieren, allerdings hat es sich leider dann doch nicht ergeben. Hast du bereits Erfahrungen damit gemacht?

Sehenswertes in Berlin

Da ich mich kaum an etwas von meiner Studienreise richtig erinnern konnte, wollte ich das ganz klassische Touriprogramm durchziehen.

East Side Gallery

Als ersten Stop ging es also für uns zur East Side Gallery. Obwohl ich nicht wirklich ein großes Interesse für Kunst habe, finde ich die Gemälde auf der Mauer wirklich beeindruckend. Tatsächlich würde ich sogar gerne mehr über die Bilder wissen und ich finde schade, dass es keine Erklärung zu jedem Bild gibt. Stattdessen musst du eben deinen eigenen Kopf anstrengen und überlegen, was dir das Bild eigentlich sagen möchte.

Hackesche Höfe

Mein Lieblingsort in Berlin sind wohl die Hackeschen Höfe. Ich mag es die verwinkelten Gassen zu erkunden und in die kleinen Läden hereinzuspitzeln. Außerdem beeindrucken mich die Mosaiken an den Hauswänden.

Hackesche_Höfe_Berlin

Als wir schon davon weglaufen wollten entdeckten wir eine kleine Gasse, die uns kaum aufgefallen war. Sie war voll mit Grün und Graffity. Wir liefen direkt an einer Studentenbar vorbei und kamen zu einem weiteren Biergarten, der zu einem Kino gehörte. Außerdem gab es dort ein Laden, der die Graffity-Szene Berlins ausstellte. Wenn du die Gasse finden möchtest, lass dich am besten zum Museum Blindenwerktsatt Otto Weidt leiten, dieses liegt direkt in der Gasse.

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• Werbung, da Verlinkungen• Ich war von letztem Freitag bis Montag in Berlin😊 Das letzte mal war ich in der 10. Klasse dort für eine gähnend langweilige Klassenfahrt 😴 Damals hatte ich keinen guten Eindruck von der Stadt bekommen, aber ich dachte ich gebe ihr nochmal eine Chance. Mein Fazit ist, dass Berlin wirklich sehr schöne Orte hat wie z.B. die Hackchenhöfe und den Berliner Dom und auch kleinere unbekanntere Orte, die etwas versteckter sind und erst gefunden werden müssen. So auch die kleine Gasse, in der dieses Foto entstanden ist, mit ganz viel Graphitty und kleinen Kneipen, die wir fast übersehen hätten. Zum Glück nicht 😅 Aber Berlin ist mir trotzdem etwas zu ungeordnet, ich finde irgendwie keinen roten Faden darin. Außerdem finde ich es schade, dass viele Baustellen leider das Stadtbild ziemlich zerstören, obwohl es dort sonst wunderschön aussehen könnte🙈 Was haltet ihr von unserer Hauptstadt? Und kennt ihr irgendwelche coolen und eher unbekannten Ecken dort? . . #berlincitygirl #germany #reisenindeutschland #berlin #graphitty #secretspots #reiseliebe #reiseglück #weltenbummler #reisen #reiseblog #reiseblogger #travelblog_de #reisenmachtglücklich #reiselust #reisenfuerweltentdecker #reisenistschön #reisetipps #weltentdecker #passionpassport #aroundthecity #globetrotter #shetravelz #travelgirl #lovetravels #aroundtheworld #girlswhotravel #travelwithme #girlstravel

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Berliner Dom

Als nächstes sind wir zum Berliner Dom gelaufen. Ich finde der Dom gehört zu den schönsten Fotomotiven Berlins. Ich habe häufig Bilder davon gesehen und mich gefragt, was dieses schöne Gebäude ist. Nach etwas Recherche haben wir es herausgefunden und den Dom als unseren nächsten Halt gewählt. Wir haben uns zur Abendsonne dort auf die Grünflächen gelegt und dem Straßenmusiker, der Songs von den Beatles zum Besten gab zugehört, während im Hintergrund der Springbrunnen plätscherte. Ich empfand diesen Ort als sehr friedlich und er kam mir vor wie eine Oase im Stadtdschungel.

Berlin_Berliner_Dom

Brandenburger Tor

Am nächsten Tag sind wir als Erstes zum Pariser Platz gefahren, um das Brandenburger Tor anzuschauen. Dort lief gerade eine Demonstration mit einer großen Bühne und bekannten Berliner Musik Acts. Bei der Hitze füllten die Demonstranten den kompletten Pariser Platz und wir mussten uns durch die Menge schlängeln, um etwas von dem Brandenburger Tor zu sehen. Nachdem wir etwas von der Bühnenshow angesehen hatten, nahmen wir deshalb schnell Abstand davon, da es uns zu warm und zu eng dort war.

Reichstagsgebäude

Schließlich sind wir durch den Park zum Reichstagsgebäude gelaufen. Wir hatten überlegt in die Kuppel zu gehen, aber da ich dort damals schon mit meiner Schulklasse war und wir befürchteten dort oben von der Sonne gegrillt zu werden, ließen wir es bleiben und sind an der Spree entlang um das Gebäude herumgelaufen. Trotzdem kann ich den Ausblick aus der Kuppel nur jedem empfehlen.

Berlin_Reichstag_Bundestag

Potsdamer Platz und Alexander Platz

Nach einer kurzen Trinkpause sind wir mit dem Bus weitergefahren und haben uns schließlich in einem klimatisierten Einkaufszentrum am Potsdamer Platz verkrochen. Als wir dort die interessanten Läden durchhatten, sind wir mit dem Bus weitergefahren zum Alexander Platz. Dort waren wir dann auch noch etwas shoppen, bevor wir schließlich heim gefahren sind.

Plötzensee

Am Sonntag waren 38° Grad angekündigt, weshalb wir uns den ganzen Tag genommen haben, um an einen Badesee zu gehen. Dort mussten wir an einer langen Schlange anstehen, aber die Abkühlung, die uns hinter dem Eingang erwartete, war es uns das definitiv wert. Der Plötzensee bietet viele Liegeflächen auf Wiesen und unter Bäumen.  Diese waren zwar teilweise etwas weiter weg vom See, allerdings haben sich die Besucher dadurch auf dem Grundstück verteilt und wir hatten gar nicht das Gefühl, dass wir mit so vielen Menschen dort waren. Es gab auch einen Sandstrand direkt am See, allerdings war dieser sehr überfüllt vor allem von Familien mit kleinen Kindern.

Essen & Trinken

Hackescher Markt

An der Straßenbahnstation Hackescher Markt, sind mehrere Restaurants. Ich mag es dort essen zu gehen, da dort immer Leben um einen herum ist. Straßenkünstler, die Zaubertricks oder Choreografien vorführen. Künstler, die ihre Gemälde ausstellen und kleine Stände, die Schmuck verkaufen. Und natürlich die ein oder andere verschrobene Person, die an einem vorbeiläuft, was einfach zu Berlin dazu gehört. Bisher war ich immer in dem italienischen Restaurant Barist, da die Preise dort nicht zu hoch sind und Pasta und Pizza eigentlich immer gehen.

Lichtblick

An einem Abend wurde ich von meinem Freund zum Essen eingeladen. Da wir eher etwas Ruhiges gesucht haben, wo wir draußen sitzen konnten und nicht direkt an einer Hauptstraße lag, haben wir uns für das Restaurant Lichtblick entschieden. Dieses lag in der Nähe unserer Unterkunft, weshalb wir es zu Fuß erreichen konnten. Im Lichtblick haben wir einen Schwabentopf gegessen, der wirklich sehr lecker war.

Klunkerkranich

Eigentlich wollten wir aufgrund von vielen Empfehlungen aus dem Internet, zur Rooftopbar Klunkerkranich gehen. Wir haben dafür eine sehr lange U-Bahn Fahrt auf uns genommen, die zwischendurch von einem gewaltbereiten Passagier gestört wurde, um nach Neu Köln zu fahren. Allerdings war dann die Schlange in dem Parkdeck, in dem der Eingang für die Bar liegt, so lange, dass wir uns nicht anstellen wollten. Trotzdem hat sich der Ausblick schon von dem Parkdeck aus gelohnt. Die Berliner Skyline in der untergehenden Sonne war auf jeden Fall einen Blick wert. Also als Tipp, wenn du in die Bar möchtest: geh früh hin! Wir waren tatsächlich etwas spät, da wir erst so um 22 Uhr dort waren.

Berlin_Aussicht

Little Green Rabbit

Kurz bevor wir wieder heimgefahren sind, waren wir noch etwas in der Salatbar Little Green Rabbit essen. Dort konnten wir uns selbst seinen Salat zusammenstellen. Man hatte sehr viel Auswahl an Grundlagen, Zutaten und Saucen. Und es war wirklich sehr lecker! Daneben können auch Flammkuchen und Suppen bestellt werden.

Fazit

Es war richtig, Berlin noch einmal eine Chance zu geben. Diese Stadt versprüht einen ganz eigenen Charme. Dieser kann zwar etwas Assi auf einen wirken, aber durch die Don’t-Care-Stimmung, die Berlin ausstrahlt, fühlte ich mich auch frei und unbekümmert. Man kann fast alles machen, ohne komisch angeschaut zu werden. Man ist nicht wichtig in dieser Stadt, sondern nur einer von vielen. Die Anonymität in dieser Stadt kann also angenehm sein, so als wäre man in einem fremden Land im Urlaub. Trotzdem würde ich glaube ich nie in Berlin wohnen wollen und die Stadt wird wohl nie zu meinen Lieblingsstädten gehören. Berlin hat wirklich schöne Ecken, aber es ist auch viel dreckig und die vielen Baustellen zerstören leider das Stadtbild.

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