lifestyle

Wie finde ich meinen Stil?

Du stehst mal wieder vor dem Kleiderschrank und weißt nicht, was du anziehen sollst? Du ziehst ein paar Oberteile heraus und hältst sie an dich, während du in den Spiegel schaust. Aber irgendwie bringt dich nichts zum Leuchten, nichts gefällt dir so richtig und dein missmutiges Gesicht, das die Verzweiflung in dir widerspiegelt, jagt dir ehrlich gesagt sogar etwas Angst ein. Dann wendest du dich vom Spiegel ab, ziehst einfach irgendwas an, denn die Zeit rennt und du kannst nicht nackt zur Arbeit oder zur Uni gehen. Die nächsten Tage schaust du vielleicht gar nicht mehr in den Spiegel, damit du nicht siehst, wie unglücklich du mit deiner Outfitwahl aussiehst. Und so geht das dann weiter, vielleicht versteckst du dich hinter einem großen Schal oder einem labbrigen Pullover und willst einfach nur unsichtbar sein.

Deprimierend nicht wahr? So ging es mir noch vor nicht allzu langer Zeit. Ich hatte erst gar keine Lust mehr mir Mühe zu geben und habe einfach irgendetwas angezogen. Jeden Tag dieselbe Jeans und hier und da ein Farbwechsel in den Oberteilen, aber das war‘s dann auch schon. In meiner Teenager-Zeit hatte ich sogar mal eine Phase, wo ich die langweiligsten Sachen anhatte. Das nicht jeder bei meinem Anblick eingeschlafen ist, wundert mich doch sehr. Einfarbige Teile, möglichst keine auffälligen Farben und dann am besten noch ein blaues Oberteil zur blauen Jeans…bääh.

Na ja, jedenfalls hatte ich darauf keine Lust mehr und habe angefangen mir doch ein bisschen Mühe zu geben. Ich bin wirklich kein Trendsetter oder mega fashionbegeistert, weiß jeden neuen Trend und was man kombinieren sollte und was nicht. Nein so jemand bin ich nicht und werde ich vermutlich auch nie sein. Ich bin einfach nur ich und das möchte ich auch mit meiner Kleidung ausdrücken. Ich möchte mich darin wohlfühlen und vor allem auch schön fühlen.

Dabei ist es mir ziemlich egal, ob andere das auch schön finden. Aber wenn ich ein Kompliment bekomme, freut mich das natürlich auch sehr. Ich denke, ich habe meinen Stil gefunden oder zumindest bin ich auf einem guten Weg dorthin. Natürlich wird es auch Tage geben, an denen ich keine Lust habe und trotzdem nur mit Jeans und Hoodie in der Uni auftauchen werde. Aber wer sagt denn, dass das nicht auch Stil hat?

Was bedeutet Stil überhaupt?

Tom Ford, ein amerikanischer Modedesigner sagte einmal: „Stil hat für mich nichts mit Mode zu tun. Stil – das bedeutet den Mut zum eigenen Charakter zu haben und sich zur eigenen Persönlichkeit zu bekennen.“

Und ich finde, das bringt es sehr gut auf den Punkt. Stil bedeutet nicht, jeden Trend mitzumachen oder von anderen bewundert zu werden, sondern Stil bedeutet für mich, sich selbst ausdrücken zu können, sich in seiner Haut und in seiner Kleidung wohlzufühlen. Durch deinen Stil fühlst du dich selbstbewusst und schön.

Du solltest auf dich selbst hören. Ganz wichtig ist, dass du dich nicht verkleidest und nicht Dinge anziehst, weil es eben gerade der Trend ist oder weil es alle anderen auch anziehen, sondern weil es dir gefällt und du dir selbst darin gefällst. Das ist das Wichtigste.

Aber natürlich musst du dazu auch ganz viel ausprobieren und bei manchen Dingen greifst du eben auch mal daneben. Dadurch findest du aber wiederum heraus, was dir nicht steht, in was du dich nicht wohlfühlst und in was du nicht du selbst bist. Du findest eben gerade heraus, was nicht dein Stil ist.

Und das kann dauern und ist auch ein Prozess, der vermutlich nie wirklich aufhört. Denn dein Stil ändert sich ja auch. Genauso wie dir jetzt etwas schmeckt, das du früher nie angerührt hättest. Plötzlich gefallen dir Farben und Muster, die du früher furchtbar gefunden hast.

Seinen Stil zu finden ist also nicht damit zu verwechseln, sich in eine Schublade zu stecken und nur einer Linie treu zu bleiben. Du musst nicht immer „die Sportliche“ sein oder immer „die Schicke“. Das kann sich ändern, Jahr für Jahr, Monat für Monat und auch Tag für Tag. Hauptsache du fühlst dich schön und gut in deinem Outfit!

Pin it!

Meine Tipps

Nun kommen wir zu den Tipps, die mir sehr geholfen haben, auf dem Weg meinen Stil zu finden.

Ausmisten

Um glücklich mit seinem Kleiderschrank zu werden, solltest du erstmal alles ausmisten, das dir nicht mehr gefällt oder dir nicht mehr richtig passt. Denn das wirst du sowieso nicht mehr anziehen. Es würde dich nur wieder unglücklich machen, in deinen Kleiderschrank zu sehen und vieles zu entdecken, dass du gar nicht magst und in was du dich nicht wohlfühlst. Also weg damit!

Du kannst die aussortierten Kleider spenden oder du verkaufst sie auf Kleiderkreisel, Ebay oder auf einem Flohmarkt. Vielleicht findet auch eine Kleidertauschparty in deiner Nähe statt oder du organisierst eine mit deinen Freundinnen. Da könnt ihr Kleider, die ihr nicht mehr mögt, mitbringen und untereinander tauschen. Vielleicht hat ja deine Freundin die tolle Jacke aussortiert, die dir schon lange so gut gefällt.

Basics

Damit du eine gute Grundlage hast, auch ausgefallenere Teile zu kaufen und anzuziehen, benötigst du erstmal Basics, die zu allem kombinierbar sind.

Hier mal eine Liste an Basics, die meiner Meinung nach in jedem Kleiderschrank einer jungen Frau vorhanden sein sollte:

  • schwarze Hose/Jeans
  • blaue Jeans
  • High Waist Hose
  • Rock
  • schwarze Leggings
  • schwarzes und weißes T-Shirt
  • schwarzes und weißes Top
  • Cardigan
  • Jeansjacke
  • Schwarze und naturfarbene Strumpfhose
Accessoires

Dann fehlen natürlich noch die Accessoires. Ich bin absolut nicht der Typ für Ketten, Armbänder und Ringe, da sie mich schon nach kurzer Zeit nerven und ich sie wieder ausziehe. Aber dafür habe ich Tag und Nacht Ohrringe an. Finde heraus, was du gerne trägst und was deinem Outfit noch den letzten Schliff verleiht.

Für Brillenträger kann ich sagen, auch eure Brille ist entscheidend, ob ihr euch hübsch findet. Wenn du eine Brille tragen musst, die dir nicht gefällt, dann fühlst du dich gleich unwohler. Deswegen beim nächsten Brillenkauf nicht direkt mit dem Erstbesten zufriedengeben. Meiner Meinung nach solltest du dir wirklich Zeit lassen, mehrere Modelle anzuprobieren und sie auch nach Hause mitnehmen und einfach immer mal wieder aufsetzen und in den Spiegel schauen, ob du dich mit dieser Brille vorstellen kannst. Lass dich beraten, welche Form zu deinem Gesicht passt. Und kaufe sie nur, wenn dir die Brille zu 100% zusagt. Denn dann fühlst du dich schön, trotz Brille und die Brille ist auch ein super Accessoire, das ein Outfit gleich ganz anders wirken lässt.

Inspiration finden

Ich habe mir Inspiration gesucht, um herauszufinden, was ich eigentlich will und um nicht im Kleidergeschäft zu stehen und gar nicht zu wissen, was mir gefällt.

Meine Hauptinspirationsquelle ist Pinterest (folgt mir gerne), wofür ich eine gewisse Strategie entwickelt habe:

  1. Auf Pinterest eine Pinnwand erstellen für Outfitbilder
  2. Alles Pinnen, was einem gefällt
  3. Kommen gewisse Kleidungsstücke öfter vor, schaue ich weiter nach diesen Teilen. Sehr praktisch ist dabei, dass unter dem Bild immer ähnliche Bilder angezeigt werden
  4. Wie werden die einzelnen Kleidungsstücke kombiniert? Habe ich so etwas im Kleiderschrank oder muss ich es kaufen?
  5. Beim nächsten Shoppingtrip diese Dinge kaufen

Pinterest_Stil_finden

Mit dieser Strategie kaufe ich nur das, was mir wirklich gut gefällt. So spare ich mir Fehlkäufe und werfe kein Geld zum Fenster heraus.

Weitere Inspirationsquellen könnten aber auch Fashionmagazine sein oder stöber doch einfach ein bisschen in Onlinestores und füge alles, das dir erstmal gefällt der Wunschliste hinzu. Danach kannst du diese durchgehen und deine endgültige Auswahl in den Warenkorb legen.

Ich hoffe ich konnte dir etwas helfen und dich dazu inspirieren, deinen eigenen Stil zu finden. Du solltest nicht zu verbissen daran gehen. Probiere dich einfach aus und habe Spaß daran.

 

Schon gelesen?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.