fernweh

|Travel Diary| Low Budget Snowboardurlaub an der Zugspitze

Snowboarder_Zugspitze

Ich bin schon als Kind immer mit meiner Familie in den Winterurlaub gefahren, um dort zuerst Ski und später dann Snowboard zu fahren. Es war schrecklich für mich letztes Jahr durch meine Abiturvorbereitungen nicht Snowboard fahren gehen zu können. Deshalb wollte ich dieses Jahr unbedingt wieder in den Winterurlaub fahren und ich habe meinen Freund dazu überredet mit mir zu gehen.

Da wir beide Studenten sind, durfte es nicht zu teuer werden. Skifahren ist leider aufgrund der hohen Liftpreise und auch weil die Hotels und Ferienwohnungen in Skigebieten meistens nicht so Preiswert sind, unglaublich teuer.

Zugspitze
Da wir mit einem anderen Pärchen zusammen gefahren sind, konnten wir mit einem Auto fahren, wodurch wir die Fahrtkosten durch vier teilten.
Außerdem sind wir noch innerhalb von Deutschland geblieben. Dadurch brauchten wir nicht zu viel Kraftstoff, mussten keine Vignette kaufen und auch keine Autobahngebühren kamen auf uns zu.

Das Skigebiet

Mir war gar nicht bewusst, dass wir in Deutschland so ein tolles Skigebiet haben. Ich habe mich zuvor informiert, wo es relativ Schneesicher ist und mir wurde direkt das Zugspitzplatt vorgeschlagen.

Das Skigebiet ist nicht allzu groß, aber durchaus für uns ausreichend. Es setzt sich aus Garmisch-Classic mit 40 Pistenkilometern und der Zugspitze mit 20 Pistenkilometern zusammen. Zudem sind die Liftpreise nicht allzu hoch. Für Studenten gibt es ein Zweitagesticket für 72€ und ein Tagesticket kostet 43€ für Garmisch-Classic und 45€ für die Zugspitze.

Die Unterkunft & Grainau-Card

Wir haben eine Pension in Grainau für vier Nächte inklusive Frühstück für 128€ insgesamt gebucht. Die Schlafzimmer waren in Ordnung und die Toilette und die Dusche waren zwar auf dem Gang, aber modern und sehr sauber. Das Frühstück war mit Kaffee, Kakao und Orangensaft, Brötchen mit Marmelade, Wurst oder Käse absolut ausreichend und am letzten Tag gab es sogar Rührei. Dazu bekamen wir noch die Grainau-Card, mit der wir kostenlos den Skibus und die Zahnradbahn, die die verschiedenen Skihänge anfährt und sogar bis hoch auf die Zugspitze fährt nutzen konnten. Außerdem war ein freier Eintritt ins Hallenbad in Grainau und noch weitere Angebote und Aktivitäten inklusive oder vergünstigt.

Tag 1

An unserem ersten Tag kamen wir erst mittags an, weshalb es sich nicht mehr gelohnt hätte einen Skipass zu kaufen. Gegenüber von unserer Pension gab es einen kleinen Rodelhang, der sich ideal eignete, um meinem Freund ein wenig das Snowboardfahren beizubringen. Am Anfang hatte er noch etwas Schwierigkeiten, aber am Ende konnte er sogar schon Kurven fahren. Auch für mich war es ganz gut nach zwei Jahren Pause wieder ins Snowboard fahren reinzukommen. Der Schnee war auf dem Hang nicht unbedingt ideal, aber fürs Erste vollkommen okay. Sonst lag überall im Ort viel Schnee und ich fühlte mich wie im Winterwonderland.

Die Verpflegung

Da es in unserer Pension leider keine Möglichkeit gab, etwas zu kochen, mussten wir jeden Abend essen gehen. Deshalb sind wir am ersten Abend in den nahegelegen Ort Garmisch-Partenkirchen gefahren und haben dort nachdem wir im Discounter ein paar Kleinigkeiten einkaufen waren, bei einem Chinesen lecker und relativ preiswert zu Abend gegessen.

Tag 2 – Ab auf die Piste!

Am nächsten Tag sind wir mit dem Skibus zum Hausberg gefahren, der zu Garmisch-Classic gehört und haben uns das zwei Tagesticket für Studenten geholt, das sowohl für Garmisch-Classic als auch Zuspitze galt. Es hat zwar den ganzen Tag geschneit, aber es hat trotzdem Spaß gemacht die Pisten herunterzufahren. Vor allem für meinen Freund, da er Anfänger ist aber auch für mich war es gut, dass die Pisten sehr breit waren. Außerdem mussten wir größtenteils nur mit einem Sessellift fahren. Gegen Ende des Tages sind wir aber auch mal mit einem Ankerlift gefahren, da ich wollte, dass mein Freund es lernt und wir am nächsten Tag, wenn wir zur Zugspitze fahren alle Möglichkeiten ausnutzen können. Zum Abendessen waren wir in einem schönen Lokal in Grainau, in dem wir riesig große Portionen serviert bekommen haben.

Tag 3 – Hoch hinaus zur Zugspitze

Am nächsten Tag ging es also mit dem Skibus zum Eibsee, wo die neue Seilbahn auf die Zugspitze fährt. Leider konnten wir wegen technischen Problemen nicht mit der Seilbahn fahren und mussten auf die Zahnradbahn zurückgreifen. Dadurch haben wir leider auch etwas Zeit verloren.

Zugspitze_aussicht
Oben war es dafür aber wunderschön. Ich fand die Landschaft und das gute Wetter richtig atemberaubend und da hat das Snowboard fahren gleich noch mehr Spaß gemacht. Manchmal bin ich sogar im Tiefschnee gefahren, was mir immer am meisten Freude macht. Zu meiner Verwunderung musste man an den Sesselliften, die wir gefahren sind, fast oder eigentlich gar nicht anstehen und deshalb konnten wir obwohl wir spät oben und auch relativ früh wieder herunterfahren mussten, wirklich oft die Pisten herunterfahren.

zugspitze_piste_schnee
Als wir keine Lust mehr hatten zu fahren, haben wir auch noch das Igludorf besucht und waren sehr beeindruckt von den Schlafzimmern, die in dem Iglu waren und die Schneekunst an den Wänden fanden wir auch sehr schön.

Zugspitze_IgluZugspitze_IgludorfZugspitze_Igludorf_Schlafzimmer

Zum Schluss haben wir uns noch in eine Hütte gesetzt und etwas Warmes getrunken. Wir sind wieder mit der Zahnradbahn nach unten gefahren, da wir uns dafür drinnen anstellen konnten und es sehr windig draußen war.

Abends sind wir in Garmisch-Partenkirchen in ein Burgerhouse gefahren, in dem man die Burger im Menü kaufen konnte, also mit Beilage und Getränk, wodurch es nicht zu teuer wurde. Ich habe einen Avocado-Burger mit Wedges und Souercream-Dip gegessen, was wirklich sehr lecker war.
An unserem letzten Tag sind wir noch einmal zum Hausberg gefahren, aber da wir wussten, dass es gegen Mittag regnen sollte, haben wir nur eine Halbtageskarte bis 13 Uhr gekauft. Dieses Mal haben wir oben etwas mehr variiert mit den Abfahrten und sind sogar einmal die Talabfahrt gefahren, die jedoch recht anspruchsvoll und auch teilweise vereist war.

Als wir gegangen sind, hat es tatsächlich geregnet, weswegen wir froh sind, dass wir nur die vergünstigte Karte gekauft haben. An diesem Abend waren wir wieder im selben Restaurant in Grainau wie vor zwei Tagen, weil es uns dort so gut geschmeckt hatte und es fußläufig von unserer Pension war.
Und dann ging es am nächsten Tag schon relativ früh heimwärts, da wir alle an Silvester eingeladen waren und deshalb nicht zu spät zu Hause ankommen wollten.

Insgesamt war es ein sehr schöner Urlaub, wir sind zwar nur zweieinhalb Tage Snowboard gefahren, aber wir waren echt kaputt und mehr hätte uns womöglich gar nicht gutgetan ohne Pause zwischendrin. Für den Preis, wir lagen letztendlich bei ca. 300 € für alles, hat es sich wirklich gelohnt und hat absoluten Wiederholungsbedarf.

Snowboardurlaub Low Budget

Pin it!

Schon gelesen?

4 Replies to “|Travel Diary| Low Budget Snowboardurlaub an der Zugspitze”

  1. Ich muss gestehen, dass ich noch nie in Deutschland Skifahren war 🙈 dabei gibt es die wunderschöne Kombi Zugticket München-Garmisch plus Skikarte für 50€. Und das möchte ich schon gern mal ausprobieren 😌
    Abitur und Skifahren war bei mir nur so 🤷🏻‍♀️. Alle so: ich hab den Vorbereitungskurs gemacht und den und den und den. Und ich so…ich war Skifahren! 😂😂😂

    Super Beitrag❣️❤️

    1. Ja ich habe auch Werbung für das Kombi-Ticket gesehen, das solltest du unbedingt mal ausprobieren 🙂 Ich finde deine Einstellung gut, so im nachhinein hätte ich das vielleicht auch machen sollen 😀
      Danke dir :*

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.